Mittwoch, 13. November 2019

Online-Petition zur Verbesserung der Qualität von Kita und Hort jetzt unterschreiben

Wenn man das eigene Kind in einer Einrichtung abgibt, erwartet man zurecht, dass qualifizierte ErzieherInnen es nicht nur betreuen, sondern auch fördern, fordern, trösten, beobachten und nebenbei prägende Erlebnisse planen und durchführen. Der Umstand, dass die Rahmenbedingungen für diese anspruchsvolle Aufgabe nicht optimal sind, hat die Kitaleitungen in ZEWS motiviert, ihre Erfahrungen und Vorstellungen von Qualitätssicherung in Kita und Hort einem Konzeptpapier zusammen zufassen. Neben einer differenzierten Darstellung des Status Quo leiten sie darin Forderungen an die Landespolitik ab. Die Broschüre ist digital zugänglich unter folgendem Link: https://www.docdroid.net/4FEwGJp/kita-broschure-mai-2019.pdf

Nun haben die Kitaleitungen aus dem Konzeptpapier eine Petition gemacht, die sich an den brandenburgischen Landtag richtet. Sie fordern darin eine zügige Umsetzung folgender Punkte:
  • die Reduzierung des Betreuungsschlüssels
  • verbindliche Leitungsfreistellung
  • mehr Platz für unsere Kinder
  • verbesserte Rahmenbedingungen für Azubis und Praktikanten
  • die Anerkennung anderer Berufsabschlüsse
  • die Optimierung der fachlichen Beratung und Begleitung

Die Petition ist ebenfalls online erreichbar:
https://www.openpetition.de/petition/online/weil-unsere-kinder-es-wert-sind-massnahmen-die-die-qualitaet-in-kita-hort-tatsaechlich-verbessern

Die grünen Fraktionen in ZEWS unterstützen die Forderungen dieser Petition und rufen zu einer breiten Teilnahme an der Unterschriftenaktion auf.

Mittwoch, 6. November 2019

Wie steht’s um die Zeuthener Wälder?


November 2019: Hinter uns liegen zwei Jahre mit ausgeprägter Sommertrockenheit. So etwas ist – langfristig betrachtet – nicht Außergewöhnliches. Verbunden ist dies jedoch mit immer höheren Temperaturen: Lag die jährliche Durchschnittstemperatur zwischen 1961 und 1990 in Brandenburg noch 8,7°C, wurde im Jahr 2018 ein neuer Rekord mi 10,8°C gemessen.

Natürlich sollte man Extremwerte nicht überbewerten, doch die Tendenz der letzten Jahre geht eindeutig nach oben – deutlich. Auch aktuelle Prognosen wie des Klimareports Brandenburg 2019  
zeigen deutlich, wie die derzeitige Situation ist – und wo es hierzulande sehr wahrscheinlich hingehen könnte: Weiter steigenden Durchschnitts- und Extremtemperaturen, mehr Extremwetterereignisse, weniger Niederschlag – vor allem im Sommer.

Statt Alarmismus ist konsequentes Handeln gefragt, um diesen Entwicklungen entgegenzuwirken, aber vor allem auch um sich diesen veränderten Bedingungen anzupassen. Dies möchte ich anhand unserer Zeuthener Wälder einmal darstellen.
Hinsichtlich der hydrologischen (also Wasser-) Bedingungen ist unsere Gemeinde zweigeteilt.
Wie über das Zeuthener Geoportal ersichtlich, liegt der Grundwasserabstand in den meisten Bereichen des ehemaligen Ortes Zeuthen bei unter 5 Metern, vielfach sogar unter 3 Meter. Angesichts des sandigen, leicht zu durchwurzelnden Bodens erreicht fast jeder Baum diese Tiefen und hat somit selbst in langanhaltenden Trockenperioden genügend Wassernachschub.

Anders sieht es hingegen in den Miersdorfer Bereichen Falkenhorst, am Heideberg und vor allem – Nomen est omen – im Hochland aus. Hier ist das Grundwasserabstand so groß, dass selbst Baumwurzeln nicht mehr auf diese Wasservorräte zurückgreifen können. Hier müssen die Pflanzen also ausreichend trockenheitsverträglich sein. Natürlich habe viele Arten entsprechende Möglichkeiten, um die Transpiration zu reduzieren. Aber diese Reduzierungsmöglichkeiten sind endlich.

Im Waldgebiet am Heideberg, hier von der Schmöckwitzer Straße aus fotgrafiert, sind zahlreiche abgestorbene Bäume deutlich sichtbar zu erkennen.
Aktueller Zustand
Dem Großteil der Zeuthener Wälder ist die Trockenheit der letzten beiden Jahre kaum anzumerken – zumindest auf dem ersten Blick. Bei genauerer Betrachtung fällt dann doch auf, dass einzelne Baumarten wie die Birke, aber auch Eichen Trockenschäden im Kronenbereich aufweisen. Es gibt jedoch zwei Waldbereiche, die erheblich Schäden aufzeigen. Einerseits das Gebiet um den Heideberg und das Waldgebiet zwischen dem Sportplatz Miersdorf und der Straße am Hochwald. Hier sind viele Kiefern abgestorben und stehen nun trocken zwischen den verbliebenen Bäumen. Teilweise ist jede fünfte Kiefer abgestorben, die restlichen Kiefern weisen ebenfalls deutliche Schäden auf. Das Waldgebiet zwischen Hankelweg und der Straße am Staatsforst ist weniger stark betroffen, wobei auch hier einzelne tote Kiefern auszumachen sind.

Auf den ersten Blick noch recht grün. Doch die Kronen vieler Kiefern weisen in Waldgebieten wie am Heideberg oder in der Straße am Hochwald deutliche Schäden auf. Ein schneller Waldumbau mit mehr trockenheitsressisten Laubbaumarten ist dringend erforderlich. Die meisten der betroffenen Waldgebiete sind jedoch nicht kommunal, sondern in privatem Besitz oder Bundeswald.
In den Bereichen "Am Hochwald", vor allem im Bereich der Reitanlage, und am Heideberg besteht hoher Handlungsdruck. Neben den schon abgestorbenen Bäumen sind auch die geschwächten Bäume bedroht, da sie weniger Abwehrschutz gegen den Borkenkäfer (ein sogenannter Sekunderschädling)  haben und somit auch ihr Absterben droht. Bei einer starken Vermehrung wären dann auch gesunde Bäume bedroht.

In naturnahen Wäldern, die fernab der Zivilisation liegen, sind derartige natürliche Prozesse zu tolerieren. In direkten Umgebung der Bebauung erhöht dies aber für die nächsten Jahre erheblich die Gefahr einer schnellen Ausbreitung von Waldbränden. Durch den Funkenflug können schnell vertrocknete Baumkronen in Brand geraten und Feuerwehrleute in Gefahr bringen, die das Feuer am Boden bekämpfen. Da Kiefern harzhaltig sind, bleibt die Brandgefahr im Vergleich zu absterbenden Laubbäumen deutlich länger erhalten.
Angesichts dieser Gefahren müssen abgestorbene und stark geschädigte Kiefern zeitnah entfernt werden und ein konsequenter Waldumbau mit mehr Laubbäumen vorangetrieben werden. Hier sind die Waldbesitzer in der Verantwortung!

Donnerstag, 31. Oktober 2019

Grüne gegen Bebauung des südlichen Zeuthener Winkels

In der Ortsentwicklungsausschuss-Sitzung am 29.Oktober hat sich ein potentieller Investor vorgestellt, der im Zeuthener Winkel ein großes Wohngebiet errichten will - es geht um 273 Wohneinheiten für circa 550-600 Einwohner (siehe Bilder, siehe entstammen einer Unterlage, die an die Fraktionen ausgeteilt wurde, Bildrechte bei KoKo Immobilien Handels- und Verwaltungs-GmbH). Der potentielle Investor hat dabei aber nicht die freie Fläche zwischen den beiden Einfamilienhaussiedlungen (Zeuthener Winkel I und II) nördlich des Flutgrabens im Auge, sondern die Fläche zwischen Flutgraben und dem Wald an der Nordschranke. Neben den Wohneinheiten könnte hier auch eine Kita mit 80 Plätzen, kleinere Handelsflächen und ein Medizinisches Versorgungszentrum (MVZ)* geschaffen werden.


Bislang ist die besagte Fläche im Flächennutzungsplan als Grünland ausgewiesen. Um hier eine Bebauung vornehmen zu können, müsste der Flächennutzungplan geändert werden. Nach der Präsentation des Investors konnten die Fraktionen eine erste Stellungnahme abgegeben. Die Fraktionen, die sich zu Wort gemeldet haben, empfanden die Bebauung zu intensiv. Wir Grünen sind noch einen Schritt deutlicher geworden: Wir lehnen die Bebauung des südlichen Zeuthener Winkels komplett ab!

Aus Sicht der Grünen ist die Lebensqualität der hier schon lebenden Zeuthener das wichtigste Maß aller Entscheidungen. Wir sehen keine Qualitätsverbesserung, wenn das Gebiet bebaut und damit die letzte große Freifläche stark dezimiert wird. Auch Freiflächen haben ihren ökologischen Wert (mehr dazu unten). Wir haben derzeit größte Probleme unserer bisherigen Entwicklung gerecht zu werden. Zum noch immer zunehmenden motorisierten Individualverkehr müssen wir in den nächsten Jahren mit guten Alternativen begegnen (besser Geh- und Fußwege, ÖPNV-Angebote). 600 weitere Einwohner und schätzungsweise weitere 300 Pkw würden die Situation unnötig verschärfen - zumal die Verkehrsanbindung des Zeuthener Winkels ohnehin schwierig ist. Selbst wenn der Investor eine Kita mit 80 Plätzen bauen (die Betriebskosten würden natürlich bei der Gemeinde bleiben) und sich finanziell an einer zweiten Grundschule beteiligen würde, blieben erhebliche Kosten für die Allgemeinheit, die Mehreinnahmen bei Steuern und Zuweisungen wieder "auffressen" würden.

Wir Grünen lieben Zeuthen so, wie es sich heute präsentiert: Ein reich durchgrünter, abwechslungsreicher Ort: Neben den "3 W‘s" (Wasser, Wald und Wohnen) gehört für uns das vierte W (Wiesen) dazu. Ausgerechnet diese Freiflächen sind jedoch in unserer Region massiv bedroht: In Kiekebusch entsteht ein riesiges neues Gewerbegebiet, und die an Zeuthen angrenzenden Ackerflächen in Wildau und Schulzendorf werden dort als potentielles Bauland betrachtet. Schon bald könnte Schluss sein mit dem freien Blick!

Freiflächen (Äcker und Wiesen) haben jedoch einen erheblichen ökologischen Wert - nicht nur Wälder. Freiflächen sind angesichts der zunehmende Hitzetage im Sommer von großer Bedeutung für die nächtliche Frischluftzufuhr: Im Vergleich zu bebauten Gebieten, aber auch Wäldern und Gewässern, kühlt sich die Luft hier besonders stark ab (gut wahrnehmbar an der Nebelbildung). Diese kalte Luft kann sich dann durch bodennahen Luftmassenaustausch in einem größeren Bereich und bei entsprechenden Schneisen (zum Beispiel Straßenräumen) gut austauschen. Wie bedeutsam dieses Austausch sein kann , haben Wissenschaftler rund um den ehemaligen Tempelhofer Flughafen dokumentiert.

Eine zweiter wichtiger ökologischer Faktor ist die Grundwasserneubildung: Dort, wo Freiflächen sind, kann sich Grundwasser viel besser bilden! Die Grundwasserneubildungsrate ist in Wäldern (vor allem Kiefernwäldern!) deutlich geringer bis fast O, weil die Bäume das Niederschlagswasser verdunsten. In Wohngebieten ist dies ähnlich - hier kommt noch hinzu, dass Niederschlagswasser häufig sogar in die Kanalisation abgeleitet wird.

Angesichts länger anhaltender Trockenperioden wird das Vorhandensein von ausreichend Grundwasser in Zukunft von größter Bedeutung sein. In Zeuthen bleiben die Bäume auch in Jahren wie 2018 und 2019 nur deshalb so grün, weil sie Anschluss an relativ hoch anstehende Grundwasserleiter haben. Ein Absinken des Grundwasserspiegels könnte daher verheerende Folgen für unsere Bäume haben!

Die Gemeindevertretung wird sich vermutich im Dezember mit der Frage der grundsätzlichen Bebaubarkeit dieser Fläche auseinandersetzen. Die Grünen werden sich dafür aussprechen, dass die Fläche auch zukünftig eine Freifläche bleiben soll.

*Zum MVZ: Im Ortszentrum (Kastanienpassagen) ist bereits ein Ärztehaus geplant. Momentan sind keine neue Facharztzulassungen im Landkreis Dahme-Spreewald möglich! Somit wäre nur eine Verlagerung von Praxen in das MVZ möglich, dass somit keinen Mehrwert für den Ort schaffen würde.

Montag, 26. August 2019

Brandenburg ist erneuerbar

Bürger*innengespräch mit Sabine Freund


Die Ortsgruppe von Bündnis 90 / DIE GRÜNEN lädt ein zum Bürger*innengespräch  mit unserer Grünen Direktkandidatin Sabine Freund. Kurz vor dem Wahltermin wollen wir mit Sabine diskutieren, wie erneuerbar Brandenburg ist und welche Themen aus unserem Wahlkreis ihr besonders am Herzen liegen. Beginn ist am 28.8. um 19 Uhr in Eichwalde in der Stubenrauchstr 17  in der Villa Mosaik.




Donnerstag, 22. August 2019

Der Ausschuss für Umwelt, Flughafen und Ordnung in Eichwalde hat in seiner Sitzung am 20.8. einen Antrag zur Erklärung des Klimanotstandes empfohlen. Sollte die Gemeindevertretung dieser Erklärung in der nächsten Sitzung (24.09.2019) zustimmen, würden in Eichwalde die Erkenntnisse des Weltklimarates (IPCC) zur Grundlage politischer Entscheidungen gemacht und die Eindämmung der Klimakrise öffentlich als Aufgabe höchster Priorität anerkannt werden. Das Ziel soll sein, Auswirkungen auf das Klima bei jeglichen Entscheidungen zu berücksichtigen und Lösungen zu bevorzugen, die sich positiv auf Klima-, Umwelt-und Artenschutz auswirken.

Der Antrag, den die Fraktion von Bündnis 90 / die Grünen zusammen mit der WIE (Wählerinitiative Eichwalde) eingebracht haben, wurde von SPD und CDU unterstützt, die Fraktion der Linken enthielt sich der Stimme.

Dienstag, 13. August 2019

Gehwege: Besser, aber längst noch nicht gut

Dieser Gehwegabschnitt in der Forstallee ist ein ständiges Problem. Der Plattenbelag wird nun aufgenommen und durch ein Sand-Splitt-Gemisch ersetzt. Im Zusammenhang mit dem Straßenausbau (mittel- bis langfristig) ist dann der Bau eines befestigten Gehweges (wenn möglich mit "Radfahren frei") geplant.
Im Ortsentwicklungsausschuss am 6.August wurde der jährliche Zustandsbericht zur Gehwegesituation durch das Planungsbüro "Deutsche Tiefbauberatung" vorgestellt (siehe hier und hier).

Im Vergleich zum Vorjahr hat sich die Situation demnach verbessert. Ursächlich hierfür ist nicht nur der Bau bzw. die grundhafte Sanierung von Gehwegen, sondern mehr noch die Behebung von akuten Schäden im Rahmen der routinemäßigen Gehwegunterhaltung. Von den 163 bekannten Schadstellen im Jahr 2018 wurden 133 behoben. Da in diesem Jahr 26 neue Schadstellen hinzukamen, sind noch immer 56 Schadstellen "offen".

Trotz dieser frohen Botschaft muss berücksichtigt werden, dass noch immer ein großer Teil der Gehwege in einem allgemein schlechten Zustand sind. Die Haushaltssituation und die derzeit kaum vorhandenen Baukapazitäten für einen grundhaften Ausbau ermöglichen derzeit vor allem eine Maßnahme, die für manche wie ein Rückschritt scheint: Der Rückbau von Gehwegplatten und das Aufbringen von Splitt-Sand-Gemischen bzw. einer wassergebundenen Wegedecke. Die "weichen" Wegedecken sind vor allem für "bewegliche" Bereiche geeignet, also dort, wo Wurzeln von Bäumen immer wieder Hebungen von Platten führen.

Ein Gehweg, der derzeit nur mit großer Mühe "geflickt" werden kann und dennoch vollkommen unbefriedigend bleibt, ist die Forstallee. Sie ist nicht nur eine wichtige Hauptsammelstraße, sondern auch als Schulweg von großer Bedeutung. Da der weitere grundhafte Ausbau der Straße ab der "Grundschule am Wald" zumindest nicht kurzfristig zu erwarten ist, fordert die Fraktion GRÜNE hier eine zeitnahe Verbesserung zu erreichen, die über die derzeitige Flickschusterei hinausgeht. Vor allem der Bereich zwischen Birkenstraße und Waldpromenade ist durch wiederkehrende Plattenhebungen UND durch die geringe Breite des Plattenweges gekennzeichnet. Auf unsere Nachfrage zum weiteren Vorgehen erhielten wir nun folgende Antwort von der Gemeindeverwaltung:

Im Rahmen der auszuführenden Bauleistungen zur Unterhaltung der Gehwege wird das damit beauftragte Unternehmen durch die Gemeinde beauftragt werden, die Gehwegplatten zwischen der Waldpromenade und der Birkenstraße zu entfernen und eine wassergebundene Decke herzustellen.
 

Der Ausbau des Gehweges in dem von Ihnen benannten Straßenabschnitt ist jedoch nur im Zusammenhang mit dem grundhaften Straßenausbau möglich. Der konstruktive Aufbau der Fahrbahn reicht bis unter den Gehweg. Dazu zählt auch die Herstellung der Bordanlagen, sowie die Planumsentwässerung. Der zuvor hergestellte Gehweg musste dann dazu mindestens zur Hälfte seiner Breite rückgebaut werden. Der Gehweg muss auch höhenmäßig an die Fahrbahn angepasst werden, da diese mit einem Quer- und Längsgefälle zur Ableitung des Oberflächenwassers errichtet wird. Und der Gehweg muss selbst entwässert werden. Die jetzt vorhandene Fahrbahn verfügt über keine geordnete Oberflächenentwässerung, so dass das Oberflächenwasser des dann versiegelten Gehweges mittels Quergefälle zusätzlich auf die Fahrbahn verbracht wird und dort zu weiteren Wasseransammlungen führen würde.

Bereits in 2015/16 wurde für den bezeichneten Straßenabschnitt der Forstallee (3. BA) die Vorplanung erarbeitet um diesen Straßenabschnitt, nach Möglichkeit auch mit FM, herstellen zu können.

Montag, 12. August 2019

Miersdorfer Chaussee/Forstweg: Kreisverkehr geplant, Realisierung offen

Die ausgetretenen Fußwege zeigen das Problem deutlich. Die Kreuzung wird von Fußgängern auf kürzestem, aber wohl kaum sichersten Weg passiert.
Das Schuljahr hat gerade begonnen - und damit ist wieder ein Thema hochaktuell: Schulwegsicherheit. In diesem Zusammenhang haben die Grünen zwei Anfragen gestellt.

Anfrage 1 betrifft die sehr unübersichtliche Situation an der Kreuzung Miersdorfer Chaussee/Forstweg/Elbestraße. Nicht nur für Autofahrer ist die Kreuzung komplex, sondern vor allem für Fußgänger (Schüler) ist die Querung der Straßen gefährlich. Man kann fast schon von einem Wunder sprechen, dass hier bis heute nicht mehr passiert ist.

Ein Vorschlag,die Kreuzung für alle Beteiligten sicherer zu machen, war der Bau eines Kreisverkehrs. Doch was wurde aus diesem Vorschlag? Darauf gab die Gemeindeverwaltung nun folgende Antwort:

Mit dem Ausbau der Forstallee im Straßenabschnitt zwischen Miersdorfer Chaussee und Birkenallee bzw. bis Forstallee Haus-Nr. 1 wurde durch das Planungsbüro hpl Ingenieurgesellschaft mbH auch eine Variante zur Änderung des Kreuzungspunktes L 402 / Miersdorfer Chaussee / Elbestraße vorgestellt. In dieser Variante aus 2008 wurde die Anordnung eines Kreisverkehrs in diesem Kreuzungspunkt vorgeschlagen, die auch die Anbindung der Ebereschenallee an diesen oval angeordneten Kreisverkehr vorsah.

Diese Vorplanung wurde dem Landesbetrieb Straßenwesen (LS) als Straßenbaulastträger der L 402 in 2008 vorgestellt. Da dem LS für den Ausbau derL 402 in diesem Streckenabschnitt keine Mittel für einen Straßenausbau zur Verfügung standen wurde der Ausbau der Forstallee bis an den vorhandenen Knotenpunkt durch die Gemeinde als Straßenbaulastträger ausgeführt.


Die Vorplanung aus 2008 mit der Variante ovaler Kreisverkehr liegt in der Gemeinde vor.


Nach Rücksprache mit dem Bereich Entwurfs- und Erhaltungsplanung Süd des LS ist zurzeit ein Ausbau des benannten Streckenabschnittes durch den LS nicht vorgesehen. Die Notwendigkeit zum Umbau des Knotenpunktes richtet sich nach der Dringlichkeit. Dazu erfolgt, nach Aussage des LS, die Auswertung von Auffälligkeiten und Unfallhäufigkeiten. Als Straßenbaulastträger sieht jedoch auch der LS sichere Querungsbeziehungen im Kreuzungspunkt als notwendig an.

Eine Planung der L 402 in diesem Streckenabschnitt ist aus Sicht des LS zurzeit jedoch nur im Zusammenhang mit den Ergebnisse, der in Abstimmung mit der DB AG und der Gemeinde Zeuthen beauftragten Machbarkeitsstudie zum Ersatz des BÜ Forstweg, zu sehen.


Es wird auch vom LS vorgeschlagen in den dazu geführten Beratungen den Kreuzungspunkt mit einzubeziehen.


Ein alleiniges Handeln durch die Gemeinde Zeuthen ist aufgrund des bezeichneten Projektstandes der Machbarkeitsstudie zum Ersatz des BÜ Forstweg, vor allem aber aus rechtlicher Sicht aufgrund der Straßenbaulast, nicht möglich.


Aus Sicht der Grünen ist hier ein zeitnahes Handeln zwingend erforderlich. Sofort nach Vorliegen der Machbarkeitsstudie muss auch eine Entscheidung getroffen werden, wie mit der Kreuzung weiter verfahren wird. Die Gemeinde sollte sich zudem um die Einwerbung von Fördermittteln zur Erhöhung der Schulwegsicherheit bemühen.

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