Montag, 30. März 2020

Vollgas statt bremsen - Projekte jetzt vorantreiben

In der aktuellen Situation – noch vor dem Höhepunkt der Corona-Epidemie in Deutschland – blicken viele mit akuten Sorgen in die Zukunft: Wie bleibe ich gesund? Von welchem Geld werde ich die kommenden Wochen leben? Wie geht es mit meiner Firma weiter? Wie bringe ich Familie und Beruf unter einen Hut? All diese Fragen sind verständlich. Es wird erwartet, dass die Politik in dieser – für beide Seiten unverschuldeten - Situation hilft. Und das sollte sie auch. Aber nicht mit der Gießkanne, sondern nach tatsächlichen Bedarf und Notwendigkeit.

Aber schon jetzt muss die Politik einen Schritt weiterdenken: Wie kann man verhindern, dass es nach der Gesundheitskrise nicht zu einer langanhaltenden Wirtschaftskrise kommt. Spricht man mit Handwerkern und Projektentwicklern, dann ist die Sorge groß, dass die Wirtschaftskrise noch viel schlimmer wird. Die Öffentliche Hand (neben dem Bund und den Ländern sind das vor allem die Kommunen) muss weiter investieren, ja sogar noch mehr als vielleicht geplant, um zumindest einen Teil zu kompensieren, der in der privaten Wirtschaft unvermeidbar verloren geht.

Schon jetzt – also während der Corona-Krise – müssen die Kommunen die Weichen für Investitionen stellen. Die Zinsen sind extrem niedrig und die Chance, dass sich bald wieder mehr Unternehmen um Aufträge von Gemeinden bewerben – zuletzt ein riesiges Problem – dürften schnell steigen.

Auch Zeuthen sollte alles Mögliche tun, um Investitionen voranzutreiben – und wo möglich sogar zu beschleunigen. Auch wenn es zu einem wirtschaftlichen Abschwung in Deutschland kommen sollte, bleibt die Region zwischen BER, Berliner Stadtgrenze und Tesla in Grünheide eine Wachstumsregion. Die zweite Grundschule muss kommen – so schnell wie möglich.

Gleiches gilt für einen Straßentunnel unter der Bahn. Aber auch kleinere Projekte müssen schnell umgesetzt werden, wie z.B. eine energiesparende Beleuchtung in der Mehrzweckhalle, die sich innerhalb von weniger als 10 Jahren rentiert. Aber auch Fußgänger-/Radfahrerbrücke im Zeuthener Winkel über den Flutgraben oder Radwege (z.B. entlang der L402 nach Kiekebusch) müssen zeitnah gebaut werden.

Gleiches gilt für größere private Projekte, etwa den letzten Bauabschnitt im Zeuthener Winkel, geplanten Bauten am Seehotel Zeuthen, in der Goethestraße am Bahnhof (gegenüber Güterboden) oder in der Forstallee. Auch die Idee einer Fotovoltaikanlage auf der ehemaligen Mülldeponie im Zeuthener Winkel sollte zeitnah umgesetzt werden.

Neben dem Aufstellen von Bebauungsplänen sollten Satzungen auf bürokratische Hindernisse überprüft werden. An einigen Stellen kann man durchaus Investoren und der Gemeindeverwaltung mehr Gestaltungsspielraum überlassen, wie z.B. der Stellplatzsatzung.

Wenn alle an einem Strang ziehen, dann ist Vieles möglich. Einwohner- und Umweltbelange dürfen natürlich nicht unberücksichtigt bleiben. Es geht nicht darum, Gesetze außer Kraft zu setzen, sondern darum, stringent kommunalpolitische Entscheidungen zu treffen.

Jonas Reif als Mitglied des Ortsentwicklungsausschuss /Gemeindevertreter

Freitag, 13. März 2020

ABSAGE: Frauen. Macht. Politik!

Als Reaktion auf die aktuellen Entwicklungen und zur Risikivermeidung haben wir uns entschieden, die heutige Veranstaltung abzusagen.

Wir planen die Veranstaltung zu einem späteren Zeitpunkt nachzuholen und werden dazu wieder informieren.

Vielen Dank für Ihr Verständnis und bleiben Sie gesund!

Montag, 2. März 2020

Frauen. Macht. Politik! Veranstaltung am 13.03.2020 in Eichwalde


Nur 30 von 88 Abgeordneten im Brandenburger Landtag sind weiblich.  
Damit werden (nicht nur in Brandenburg) Frauen weniger gehört als Männer.  
Vor einem Jahr hat der Brandenburgische Landtag das Paritätsgesetz verabschiedet. Ist damit alles gut?


Im Rahmen der 30. Brandenburgischen Frauenwoche wollen wir mit Ihnen darüber reden, wie sich feministische Politik bis heute entwickelt hat, aber vor allem auch darüber, was sich weiterhin tun muss auf dem Weg zu einer echten gleichberechtigten Teilhabe. Was motiviert insbesondere Frauen, sich politisch zu engagieren und was hält sie davon ab?


Kommen Sie ins Gespräch mit  und mit grünen Kommunalpolitikerinnen der Region.  

Am 13.03. 18-20 Uhr in der alten Feuerwache in Eichwalde

Was erwartet Sie?
 Eine Einführung zur Paritätsregelung im Landeswahlgesetz
mit
Alexandra Pichl, Landesvorsitzende v. BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN
Brandenburg

  
Ein Weltcafé mit folgenden Tischen zu den Themen Teilhabe.Mitbestimmung.Parität – Es geht um uns! Netzwerke.Ressourcen.Mentoring – So geht´s! 
Alte.Weiße.Männer – Es geht anders! 
Familie.Beruf.Ehrenamt – Das geht! 

Wer ist mit dabei?

Alexandra Pichl, Brandenburgische Landesvorsitzende B90 / Grüne
Sabine Freund, Vorsitzende des Kreisverbandes B90/ Grüne
Andrea Lübcke, Fraktionsvorsitzende B90/Grüne in Eichwalde  
Claudia Stölzel, Fraktionsvorsitzende B90/Grüne in Schulzendorf
Anika Darmer, Fraktionsvorsitzende B90/Grüne in Zeuthen
Und Sie? 

Mittwoch, 13. November 2019

Online-Petition zur Verbesserung der Qualität von Kita und Hort jetzt unterschreiben

Wenn man das eigene Kind in einer Einrichtung abgibt, erwartet man zurecht, dass qualifizierte ErzieherInnen es nicht nur betreuen, sondern auch fördern, fordern, trösten, beobachten und nebenbei prägende Erlebnisse planen und durchführen. Der Umstand, dass die Rahmenbedingungen für diese anspruchsvolle Aufgabe nicht optimal sind, hat die Kitaleitungen in ZEWS motiviert, ihre Erfahrungen und Vorstellungen von Qualitätssicherung in Kita und Hort einem Konzeptpapier zusammen zufassen. Neben einer differenzierten Darstellung des Status Quo leiten sie darin Forderungen an die Landespolitik ab. Die Broschüre ist digital zugänglich unter folgendem Link: https://www.docdroid.net/4FEwGJp/kita-broschure-mai-2019.pdf

Nun haben die Kitaleitungen aus dem Konzeptpapier eine Petition gemacht, die sich an den brandenburgischen Landtag richtet. Sie fordern darin eine zügige Umsetzung folgender Punkte:
  • die Reduzierung des Betreuungsschlüssels
  • verbindliche Leitungsfreistellung
  • mehr Platz für unsere Kinder
  • verbesserte Rahmenbedingungen für Azubis und Praktikanten
  • die Anerkennung anderer Berufsabschlüsse
  • die Optimierung der fachlichen Beratung und Begleitung

Die Petition ist ebenfalls online erreichbar:
https://www.openpetition.de/petition/online/weil-unsere-kinder-es-wert-sind-massnahmen-die-die-qualitaet-in-kita-hort-tatsaechlich-verbessern

Die grünen Fraktionen in ZEWS unterstützen die Forderungen dieser Petition und rufen zu einer breiten Teilnahme an der Unterschriftenaktion auf.

Mittwoch, 6. November 2019

Wie steht’s um die Zeuthener Wälder?


November 2019: Hinter uns liegen zwei Jahre mit ausgeprägter Sommertrockenheit. So etwas ist – langfristig betrachtet – nicht Außergewöhnliches. Verbunden ist dies jedoch mit immer höheren Temperaturen: Lag die jährliche Durchschnittstemperatur zwischen 1961 und 1990 in Brandenburg noch 8,7°C, wurde im Jahr 2018 ein neuer Rekord mi 10,8°C gemessen.

Natürlich sollte man Extremwerte nicht überbewerten, doch die Tendenz der letzten Jahre geht eindeutig nach oben – deutlich. Auch aktuelle Prognosen wie des Klimareports Brandenburg 2019  
zeigen deutlich, wie die derzeitige Situation ist – und wo es hierzulande sehr wahrscheinlich hingehen könnte: Weiter steigenden Durchschnitts- und Extremtemperaturen, mehr Extremwetterereignisse, weniger Niederschlag – vor allem im Sommer.

Statt Alarmismus ist konsequentes Handeln gefragt, um diesen Entwicklungen entgegenzuwirken, aber vor allem auch um sich diesen veränderten Bedingungen anzupassen. Dies möchte ich anhand unserer Zeuthener Wälder einmal darstellen.
Hinsichtlich der hydrologischen (also Wasser-) Bedingungen ist unsere Gemeinde zweigeteilt.
Wie über das Zeuthener Geoportal ersichtlich, liegt der Grundwasserabstand in den meisten Bereichen des ehemaligen Ortes Zeuthen bei unter 5 Metern, vielfach sogar unter 3 Meter. Angesichts des sandigen, leicht zu durchwurzelnden Bodens erreicht fast jeder Baum diese Tiefen und hat somit selbst in langanhaltenden Trockenperioden genügend Wassernachschub.

Anders sieht es hingegen in den Miersdorfer Bereichen Falkenhorst, am Heideberg und vor allem – Nomen est omen – im Hochland aus. Hier ist das Grundwasserabstand so groß, dass selbst Baumwurzeln nicht mehr auf diese Wasservorräte zurückgreifen können. Hier müssen die Pflanzen also ausreichend trockenheitsverträglich sein. Natürlich habe viele Arten entsprechende Möglichkeiten, um die Transpiration zu reduzieren. Aber diese Reduzierungsmöglichkeiten sind endlich.

Im Waldgebiet am Heideberg, hier von der Schmöckwitzer Straße aus fotgrafiert, sind zahlreiche abgestorbene Bäume deutlich sichtbar zu erkennen.
Aktueller Zustand
Dem Großteil der Zeuthener Wälder ist die Trockenheit der letzten beiden Jahre kaum anzumerken – zumindest auf dem ersten Blick. Bei genauerer Betrachtung fällt dann doch auf, dass einzelne Baumarten wie die Birke, aber auch Eichen Trockenschäden im Kronenbereich aufweisen. Es gibt jedoch zwei Waldbereiche, die erheblich Schäden aufzeigen. Einerseits das Gebiet um den Heideberg und das Waldgebiet zwischen dem Sportplatz Miersdorf und der Straße am Hochwald. Hier sind viele Kiefern abgestorben und stehen nun trocken zwischen den verbliebenen Bäumen. Teilweise ist jede fünfte Kiefer abgestorben, die restlichen Kiefern weisen ebenfalls deutliche Schäden auf. Das Waldgebiet zwischen Hankelweg und der Straße am Staatsforst ist weniger stark betroffen, wobei auch hier einzelne tote Kiefern auszumachen sind.

Auf den ersten Blick noch recht grün. Doch die Kronen vieler Kiefern weisen in Waldgebieten wie am Heideberg oder in der Straße am Hochwald deutliche Schäden auf. Ein schneller Waldumbau mit mehr trockenheitsressisten Laubbaumarten ist dringend erforderlich. Die meisten der betroffenen Waldgebiete sind jedoch nicht kommunal, sondern in privatem Besitz oder Bundeswald.
In den Bereichen "Am Hochwald", vor allem im Bereich der Reitanlage, und am Heideberg besteht hoher Handlungsdruck. Neben den schon abgestorbenen Bäumen sind auch die geschwächten Bäume bedroht, da sie weniger Abwehrschutz gegen den Borkenkäfer (ein sogenannter Sekunderschädling)  haben und somit auch ihr Absterben droht. Bei einer starken Vermehrung wären dann auch gesunde Bäume bedroht.

In naturnahen Wäldern, die fernab der Zivilisation liegen, sind derartige natürliche Prozesse zu tolerieren. In direkten Umgebung der Bebauung erhöht dies aber für die nächsten Jahre erheblich die Gefahr einer schnellen Ausbreitung von Waldbränden. Durch den Funkenflug können schnell vertrocknete Baumkronen in Brand geraten und Feuerwehrleute in Gefahr bringen, die das Feuer am Boden bekämpfen. Da Kiefern harzhaltig sind, bleibt die Brandgefahr im Vergleich zu absterbenden Laubbäumen deutlich länger erhalten.
Angesichts dieser Gefahren müssen abgestorbene und stark geschädigte Kiefern zeitnah entfernt werden und ein konsequenter Waldumbau mit mehr Laubbäumen vorangetrieben werden. Hier sind die Waldbesitzer in der Verantwortung!

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