Donnerstag, 9. Mai 2019

Neues aus Zeuthen, Eichwalde und Schulzendorf

Am heutigen Donnerstag (9.5.) fand die letzte Regio-Ausschuss-Sitzung in dieser Legislaturperiode in Schulzendorf statt. Wie üblich, berichteten zunächst die Bürgermeister zu aktuellen Themen. Der Zeuthener Rundbus wird mit der RVS-Linie 731 "vereinigt", so dass dieser nicht nur in den Morgenstunden verkehrt, sondern auch in den Vor- und Nachmittagsstunden. Der genaue Fahrplan ist HIER zu finden.
Der Landesbetrieb hat inzwischen die Planung eines Radweges entlang der Landesstraße 402 vom Wüstemarker Weg (Sportplatz) bis zum Kreisverkehr genehmigt. Zeuthen wird noch im ersten Halbjahr 2019 die Vorplanung beauftragen. Dabei sollen verschiedene Varianten geprüft werden (Führung des Radweges links oder rechts der Straße oder auf dem ehemaligen Brandschutzstreifen).
Die Fertigstellung der Fußgängertunnel in Eichwalde und Zeuthen wird sich weiter verzögern. Die Bahn wird in Kürze neue Terminpläne vorlegen. Die Bürgermeister rechnen bereits mit dem 3.Quartal 2020.
Hauptthema der Sitzung waren aktuelle Verkehrsstudien (IHK/SpreeplanVerkehr) und das derzeit in Arbeit befindliche Gemeiname Strukturkonzept (GSK) des BER-Umfeldes. Schulzendorfs Bürgermeister Markus Mücke konnte der Studie nur wenig abgewinnen, weil diese auch für das Jahr 2030 keine Verkehrsüberlastung für Schulzendorf, Eichwalde und Zeuthen prognostizierte. Die Studie, so Mückes Vermutung, hätte ohnhin nur das Ziel gehabt, den Straßenbauplänen von Schönefeld "Rückendeckung" zu geben. Dem Widersprachen mehrere Gemeindevertreter. Joachim Kolberg (CDU) machte auf die Notwendigkeit der Umfahrung des Schulzendorfer Altdorfers als drängenstes Problem aufmerksam. Karl-Uwe Fuchs (FDP) wies aus die Bedeutung einer neuen Autobahnausfahrt in Kiekebusch hin, die trotz großem Bedarf noch immer nicht ausreichend vom Land Brandenburg vorangetrieben wird. Eichwaldes Bürgermeister sah hier Amazon als zukünftigen Hauptnutzer in der Pflicht, sich an diesem Projekt zu beteiliegen. Doch nicht alle Gemeindeverterter waren davon überzeugt, ob zusätzliche Straßenbauten das Verkehrschaos vermeiden. Deshalb wurden auch Forderungen der Studie, zusätzliche Radwege zu bauen, von allen Anwesenden begrüßt - allen voran von Alf Hamann (WIE, Eichwalde). Unterschiedliche Auffassungen bestanden darüber, ob auch Tangentialverbindungen (zum Beispiel Zeuthen-Dahlewitz) benötigt werden. Heiko Witte (SPD) sprach sich auch für diese deutlich aus.
Konkrete Infrastrukturprojekte sollen im Rahmen von Leuchtturmprojekten des GSKs zeitnah umgesetzt werden. Es befindet sich derzeit in der finalen Abstimmung und soll im Herbst öffentlich vorgestellt werden.
Zu guter Letzt blickten die beiden Ausschussvorsitzenden Wolfgang Burmeister und Andreas Körner (beide GRÜNE) sowie Joachim Kolberg noch einmal auf die vergangenen Jahre zurück. Nach holprigem Start habe der Ausschuss immer besser funktioniert, er sei eine wichtige Informationsaustauschplattform geworden. Es wäre sehr wünschenswert, diesen fortzusetzen. Die Angleichung von Satzungen, Gebühren und die bessere Zusammenarbeit bei gemeinsamen Projekten wurden als Ziele genannt.
Apropos gemeinsame Ziele: Die gemeimsame Vergabestelle wird jetzt defintiv in Zeuthen angesiedelt, die Vorbereitungen zur Betriebsaufnahme und der Besetzung der Stellen laufen. Ob Schulzendorf dabei ist, ist hingegen noch immer offen.

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